Nahwärme

Neben der Möglichkeit Biomasse in Einzelfeuerungen als Energieträger einzusetzen, werden immer öfter auch sogenannte Fern- und Nahwärmenetze eingesetzt.

Nahwärmeheizzentralen mit Biomasse bieten folgende Vorteile:

·         Man benötigt keinen Heizraum und auch keinen Brennstofflagerraum.
·         Ein Zentralheizungskamin entfällt.
·         Korrekte Abrechnung: ein geeichter Wärmezähler dokumentiert
      die tatsächlich bezogene Wärme.
·         Sichere Brennstoffversorgung durch den Einsatz eines heimischen
      nachwachsenden Energieträger.

Nahwärmenetze lassen sich nur in zusammenhängenden Wohngebieten wirtschaftlich betreiben.
In Abhängigkeit von der durchschnittlichen max. Gebäudeheizlast bzw. der verkauften Jahreswärmemenge können folgende Orientierungswerte genannt werden:

Ø max.
Gebäudeheiz-
leistung  
[in KW]

Ø verkaufte Wärme pro Gebäude
[in kWh/Jahr]

max. Fernwärme-
trassenlänge
[in lfm/KW ]

min. verkaufte
Wärmemenge
[in kWh/lfm]

5

8.000

4

400

10

15.000

3

500

25

37.500

1,5

1.000

50

75.000

1

1.500

100

150.000

<1

1.600

Wie funktioniert die Wärmeübertragung?

Schnitt durch ein Fernwärmerohr

In den unterirdisch verlegten Fernwärmerohren wird die Energie in Form von 70-95°C heißem Wasser in den Keller zur Wärmeübergabestation des Kunden gepumpt.
Dort wird über Wärmetauscher die Wärmeenergie in das hauseigene Warmwasserzentralheizungssystem übergeben. Das abgekühlte Fernwärmewasser wird wieder zum Heizhaus zurückgepumpt und dort erneut aufgewärmt.

Wärmeübergabestation

Wärmeübergabestation

Nicht viel größer als ein Stromzählerkasten ist eine kompakte Wärmeübergabestation für ein Einfamilienhaus. Brennstofflagerraum, Heizraum, Hauptkamin und Kaminkehrgebühren entfallen so weitgehend. Beim Neubau eines Hauses erspart sich der Fernwärmekunde die gesamten Baukosten für diese Räume. Bei Anschluss eines bestehenden Hauses an die Biomasse-Nahwärme können diese Räume anderweitig genutzt werden.

Wärmeliefervertrag

Der  Wärmeliefervertrag wird zwischen dem Heizwerkbetreiber und jedem einzelnen Kunden abgeschlossen. In diesem Vertrag sind alle wirtschaftlichen und technischen Bedingungen für den korrekten Betrieb der Wärmeübergabestation und der Wärmelieferung einvernehmlich festgelegt.

Die wesentlichen Punkte eines Wärmeliefervertrages sind:

  • Vertragspartner
  • Beginn der Wärmelieferung
  • Zeitdauer der Wärmelieferung
  • max.Wärmebezugsleistung
  • technische Vorgaben für Vorlauf-Rücklauftemperaturen und Drücke
  • technische Vorgaben für die zu verwendenden Materialien bzw. Mess-Regel- und Steuer-Geräte
  • einmalige Anschlusskosten sowie Wärmebezugskosten (Arbeitspreis, Grundpreis, Zählergebühr, evt.Wartungspauschale)
  • Preisindexbindungen
  • Verrechnungsmodalitäten
     
ÖKOPORTAL - Das Webverzeichnis der Ökobranche

18. und 19.09.2010

UWEs Holz-Heiz-Spektakel 
10 Jahre
UmWelt & Energie 

mit großer Ausstellung und
interessanten Vorträgen


 Kombikessel Pellets-Holz
werden weiterhin von
der BAFA gefördert!
Infos hier

Was ist Feinstaub?

Lesen Sie hier weitere Informationen 

Ökologisches Heizen mit einem Ethanol-Gemisch

Warum Pellets?

Zum Thema "Verfügbarkeit fossiler Brennstoffe" erfahren Sie mehr u.a. hier
www.peakoil.de