Lambda-Sonde: automatische Brennstoffqualitätserkennung.
Gemischtes Material, z.B. Sägespäne, Hobelspäne und Hackschnitzel, kann problemlos und ohne zusätzliches Einstellen der Heizung verbrannt werden.
Der Brennstoff darf bei Hargassner Hackgut-Heizungen bis 40% Wassergehalt aufweisen.
Der Lagerraum benötigt keinen belüfteten Blindboden. Schwere Teile, z.B. Eisenteile und Steine, bleiben unten liegen und gelangen nicht in die Heizung.
Das Rührwerk dreht immer ¾ Drehung vor und ¼ Drehung zurück, damit die Hackschnitzel nicht in die Ecken gedrückt werden und die äußersten Schnitzel gut in die Schnecke gefördert werden können. Der lose aufliegende Teller (Abdeckung der Rührfedern) verringert den Stromverbrauch.
Die Welle der Raumaustragung kann bei Verschleiß nach vorne entnommen werden. Zum Wechseln muss also nicht der Lagerraum entleert und der Zwischenboden entfernt werden.
Die konischen Schneckenwedel führen zu geringem Verschleiß und einer zusätzlichen Aufhärtung im äußeren Bereich der Wedel.
Die Fallstufe in den Zwischenbehälter ist mit einer Brecherbox ausgestattet, was Störungen bei Überlängen des Hackgutes verhindert.
Alle Motoren werden leistungsüberwacht, somit können bei erhöhter Belastung frühzeitig Fehlermeldungen ausgegeben werden. Die Motoren der Schneckenantriebe drehen bei Schwergängigkeit sogar rückwärts, wodurch bis zu 90% aller Störungen durch schlechtes Hackgut selbstständig behoben werden können, ohne dass der Betreiber etwas davon bemerkt. Der Stromverbrauch aller Motoren beträgt bei Hargassner lediglich 800 – 1.000 kWh/a bei 100 kW Leistung.
Da es sich bei der Brennkammer nicht um eine Unterschub-Feuerung handelt, deren Regelbarkeit im Schwachlastbetrieb nicht optimal ist, braucht kein Pufferspeicher eingesetzt werden (ca. 50 l/kW). Zu sehen ist dies vor allem an den Werten für Kohlenmonoxid (bei kleinster Leistung bei Fichte bei Hargassner nur 34 mg/m³).
Die Entaschung der Anlage erfolgt vollständig automatisch: sowohl die Brennraumasche als auch die Asche aus dem Wärmetauscher werden in außenliegende Ascheladen entsorgt.
Bei reinem Boilerbetrieb im Sommer findet trotzdem eine Restwärmenutzung der Anlage statt. Dadurch kommt es nicht zum vermehrten Herunterfallen von unverbrannten Hackschnitzeln in die Aschelade. Zu sehen ist dies am organisch gebundenen Kohlenstoff im Teillastbetrieb bei Hargassner unter 1 mg/m³.
Bei Hargassner sind wenige Verschleißteile eingebaut. Die Brennkammer ist so ausschamottiert, dass mit einer Lebensdauer von mindestens 10 Jahren zu rechnen ist. Über die Lebensdauer der Lambda-Sonde können noch keine konkreten Aussagen getroffen werden. Eingebaut werden diese seit fast 10 Jahren; bisher wurden nur wenige Defekte festgestellt.
Es ist kein Zwischenbehälter für das Hackgut vorhanden, welcher zusätzliche Störungen beim Hackguttransport in den Brennraum verursachen könnte, wenn es zu Brückenbildungen kommt.
Die Hackgut-Anlagen von Hargassner verfügen über eine Unterdruckregelung des Saugzuggebläses. Alle Gebläse werden über eine genau angepasste, pulsierende Drehzahlregelung gesteuert.